KNIE

Häufige Knieerkrankungen

 

Meniskus:

Typisches Verletzungsmuster des Meniskus ist eine Drehbewegung über das gebeugte Knie. Allerdings können auch Verschleißerscheinungen & Alterung die Struktur des Meniskus soweit verändern, dass dieser reißt. Ein Meniskusriss kann zu Schmerzen, Blockaden & Knorpelschäden führen, welche eine Vorstufe der Arthrose darstellen. Im Vordergrund steht der Erhalt des Meniskus & wenn notwendig minimalinvasive Teilentfernung von kaputtem Gewebe. Auch wird der Meniskus bei frischen Meniskusrissen genäht. Das ist eine der Domänen der Arthroskopie, dh. Schlüssellochchirurgie.

 

Kreuzband:

Die Kreuzbänder sind wichtige Stabilisatoren im Kniegelenk. Am häufigsten von Verletzungen betroffen ist das vordere Kreuzband. Ein Riss des vorderen Kreuzbandes wird oft als Krachen oder Schnalzen wahrgenommen. Das vordere Kreuzband besteht aus 2 Bündeln, welche zumeist beide reißen. Sollte eine Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes notwendig sein, wende ich als Kniespeizialist modernste Operationsverfahren an, welche mit einer optimierten Physiotherapie den Weg zurück zum Sport ebnen.

 

Knorpel:

Hyaliner Knorpel überzieht den Knochen in Gelenken. Diesen kann man sich wie weiches Teflon vorstellen: Extrem glatt, aber empfindlich auf Fremdkörper. So wie man in einer Teflonpfanne nicht mit einer Gabel herumkratzen würde, so darf auch kein Fremdkörper im Kniegelenk sein. Fremdkörper (auch freie Gelenkkörper genannt) können Teile von einem gerissenen Meniskus oder auch Knorpelstückchen sein.

Knorpelregenerative Verfahren können den Restknorpel stabilisieren (ACP-PRP, Hyaluron). Manchmal ist eine Knorpelchirurgie notwendig. Hierbei gibt es die Möglichkeit 

  1. Knochenmarkzellen in den Knorpelschaden zur bringen, welches eine neue Knorpelschicht bildet (Microfracturing, AMIC-Verfahren, HYALOFAST-Verfahren)

  2. Knorpel-Knochenzylinder zu transplantieren (Mosaikplastik, OATS)

  3. Knorpelzellen zu züchten & zu transplantieren (MACT, MACI)

O-Beine & X-Beine:

Sowohl O-Beine als auch X-Beine sind in der Regel Fehlstellungen, welche aus dem Knie heraus oder auch Knienahe verursacht sind. Im Wachstumsalter ist eine typische Verlaufsform das O-Bein des Kleinkindes über das X-Bein des jungen Mädchens, um sich dann in ein gerades Bein auszuwachsen. Dtl. Fehlstellungen dürfen aber nicht unterschätzt werden. Dies können häufig Folge von Verletzungen sein oder für sich das Knie soweit belasten, dass das O-Bein über die Zeit zunimmt.

Die beobachte ich typischerweise bei meinen Fussballern.

Somit kommt es zu einer Überbelastung & Schmerzen, sowie Folgeschäden. Durch Einlagen, spezielle Schienen am Sprunggelenk und Knie kann der Fehlstellung entgegengewirkt werden.

Manchmal ist eine Beinachsenkorrektur notwendig. Dies nennt man dann Osteotomie, was soviel heißt wie „Knochen durchschneiden“. Und nichts anderes passiert dabei. Entweder oberhalb des Knies (distale femorale Osteotomie, DFO) oder unterhalb des Knies (hohe tibiale Osteotomie, HTO) wird der Knochen gezielt durchtrennt, mit einer stabilen Platte aus Titan oder Carbon-PEEK versorgt und damit die Beinachse korrigiert. Klingt zwar deftig, ist aber ein sehr elegantes Verfahren um Folgeschäden am Kniegelenk, aber auch Hüft- & Sprunggelenk zu vermeiden.

Patellaluxation:

Die Kniescheibenverrenkung ist eine häufig unterschätzte Verletzung des Knies. Da ist bereits bei der Erstluxation der Patella eine umfassende Diagnostik notwendig mit Röntgen, Beinachsenausmessung, sowie MRT. Als Kniespezialist bin ich darauf gedrillt nach der richtigen Ursache zu forschen. Eine Patellaluxation kommt selten allein. Sie wird oft von Knorpelschäden, Bandzerreißungen (MPFL, Retinakulum) & Bluterguss im Knie begleitet. Weiters sind wiederholte Patellaluxationen häufig & gehören in der Regel operativ versorgt. Dabei kann man es sich leider nicht einfach machen mit nur einer Operationstechnik, weil die Kniescheibenverrenkung nun mal auf vielen Faktoren beruht. Häufig zählen dazu: X-Beine, Einwärtsgang, laxe Bänder- Überbeweglichkeit & Unfall.

Arthrose:

Die Kniearthrose, auch Gonarthrose genannt kann man sich als biologische Abnutzungserscheinung vorstellen. Sie wird typischerweise von Morgensteifigkeit, Anlaufschmerz, eingeschränkter Beweglichkeit & Schwellneigung begleitet. Die wichtigste Therapie ist in Bewegung zu bleiben. Um dies zu unterstützen kann man Nahrungsergänzungmittel (z.B. Orthomol arthro plus), Schmerzmittel & optimalerweise eine ACP-PRP Eigenplasmainfiltrationsserie einsetzen.

Manchmal ist die Gonarthrose soweit fortgeschritten, dass eine Operation der Knieschäden notwendig ist. Dabei gibt es nunmal auch nicht nur eine Technik, sondern ich greife gerne auf mein Repertoire von mehreren Knieoperationtechniken zurück. Dazu zählen: Arthroskopie, Knorpelchirurgie, Beinachsenkorrektur- Osteotomie (HTO, DFO), Halbschlittenprothese (HS, nur der kaputte Teil des Knies wird ersetzt) oder einer Knietotalendoprothese (KTEP, das gesamte Kniegelenk wird innen ersetzt). Als Kniespezialist nutze ich viele Möglichkeiten um ein Kniearthrose zu behandeln.

 

Bakerzyste:

Die Bakerzyste ist eine Folgeerscheinung eines Knieschadens. Diese macht sich als dtl. Druck in der Kniekehle oder auch Wade bemerkbar & kann mitunter auch die Beweglichkeit einschränken. Jedenfalls suche ich bei einer Bakerzyste nach der Ursache, da es sich hier in der Regel um eine Ausstülpung der hinteren Kniegelenkskapsel handelt. Diese entsteht durch eine Zunahme der Gelenksflüssigkeit („Gelenkswasser“) mit Druckanstieg im Gelenk.

 

Knochenmarködem:

Eine Knochenmarködem ist eine Flüssigkeitsansammlung im Knochen. Die kann bedingt sein durch Verletzung (Knochenprellung, Mikroknochenbrüche- Trabekelfrakturen), Überlastung (Vorläufer einer Marschfraktur typischerweise bei Langstreckenläufern), Abnutzungserscheinung (Beinachsenfehlstellung, angrenzend an Arthrose oder Meniskusschaden) oder Durchblutungsstörung (Knocheninfarkt). Knochenmarködeme, auch KMÖ oder teilweise Bone Bruise genannt behandle ich in der Regel mit Entlastung, durchblutungsfördernde Maßnahmen (Ilomedin), knochenstabilisierenden Medikamenten & Stosswellentherapie (hochenergetisch fokussiert)  & selten auch durch operative Eingriffe.

 

Plica Syndrom:

Das Plica Syndrom wird auch als Shelf Syndrom bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine verdickte Schleimhautfalte, welche typischerweise Schmerzen innenseitig am Knie verursachen kann. Manchmal ist auch ein Schnappen spürbar. Durch Abtragen der Schleimhautfalte durch eine Arthroskopie, kann die Plica beseitigt werden.

 

Seitenbandriss:

Ein Seitenbandriss führt zu einer Instabilität des Kniegelenkes. Die frische Verletzung behandle ich zumeist mit einer Knieschiene für 6 Wochen. Manchmal ist allerdings eine operative Naht oder Refixation des Seitenbandes notwendig. Bei alten Verletzungen wende ich gerne Sehnentransplantate als Seitenbandersatz an. Auch moderne Kunstoffbänder kommen zur Verstärkung (Augmentationsverfahren) zur Anwendung.

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